![]() |
Sechs Schritte zur Lösung des Taliban-Problems |
![]() |
|
|
# 1 |
|
Alle Artikel und Hintergründe
Acht Jahre Nato-Einsatz in Afghanistan - und immer noch herrschen Gewalt und Elend. Jetzt feilen die Verbündeten an einer neuen Strategie und erwägen sogar Verhandlungen mit den Taliban. Afghanistan-Experte Ahmed Rashid erklärt auf SPIEGEL-ONLINE, wie ein Deal mit den Extremisten glücken kann. Kann man mit den Taliban verhandeln? Ihre Anführer sitzen an sicheren Orten in Pakistan, aber sie haben im vergangenen Jahr ihre Angriffe auf den einst ruhigen Westen und Norden Afghanistans ausgedehnt. Mit ihnen ist nun landesweit zu rechnen. Die Taliban haben zudem Teile der afghanischen Armee und Polizei infiltriert - und sind nun in Institutionen vertreten, an die die USA ab Juli 2011 die Verantwortung abgeben wollen. In weiten Teilen des Landes sind Entwicklungsprojekte eingestellt worden. Die Hälfte der Uno-Mitarbeiter hat das Land verlassen - es ist für sie zu gefährlich geworden. Die Taliban haben auch ihre brutale Einschüchterungskampagne ausgedehnt: Mit dem Tod bedroht werden alle, die für die Regierung arbeiten, für Hilfsorganisationen, Frauengruppen oder die Uno. Sowohl General Stanley McChrystal, Chef der Nato-Truppen in Afghanistan, als auch David Petraeus, Kommandeur des US Central Commands, haben erklärt, dass ein Erfolg in Afghanistan nicht mit bloßer Waffengewalt erreicht werden könne. US-Präsident Obama hat klargemacht, dass er al-Qaida vernichten will, aber bereit sein könnte, mit den Taliban zu verhandeln. In seiner Rede im Dezember 2009 in der US-Militärakademie West Point sagte Obama, er unterstütze den Versuch Kabuls, "mit denjenigen Taliban, die der Gewalt abschwören und die Rechte anderer achten, Abmachungen zu treffen". Aber kann man mit den Radikal-Islamisten Verhandlungen führen? Für Gespräche mit den Taliban ist mehr als die verdeckte Mitarbeit der Geheimdienste nötig. Dringend benötigt wird eine öffentliche, politische und humanitäre Strategie, die für die Taliban attraktiv ist, die die Gewalt zurückdrängen kann und den Ärger derjenigen Afghanen beschwichtigt, die alle Kompromisse ablehnen. Die USA und die Nato haben im vergangenen Jahr viel über die Notwendigkeit einer derartigen Strategie gesprochen - und wenig erreicht. Für eine Versöhnung mit den Taliban und deren Wiedereingliederung in die afghanische Gesellschaft müssen Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehören:
Die Hauptforderung der Taliban ist, dass die ausländischen Truppen einen Zeitplan für ihren Abzug vorlegen. Da alle Taliban-Führer in Pakistan leben, wird der weitere Verlauf der Gespräche wesentlich davon abhängen, ob der pakistanische Geheimdienst mitspielt. Ein Eingreifen Pakistans ist unwahrscheinlich In den vergangenen Monaten haben sich angesichts dieser Lage die Spannungen zwischen den USA und Pakistan erhöht: Washington verlangt vom pakistanischen Militär, dass es die Führer der afghanischen Taliban, die in Quetta und Karatschi leben, "gefangen nimmt oder tötet" - ebenso ihre Verbündeten, wie Dschalaluddin Haqqani und Gulbuddin Hekmatjar, die sich in Nord-Wasiristan aufhalten. Pakistan entgegnet jedoch, es sei zu sehr damit beschäftigt, seine eigenen Probleme mit Taliban und Terroristen zu lösen. Seine Sicherheitskräfte seien überlastet. In der Tat ist es unwahrscheinlich, dass Pakistan gegen die Führer der afghanischen Taliban in die Offensive geht. Schließlich sieht man in ihnen potentielle Verbündete nach einem Abzug der USA aus Afghanistan. Jedoch fürchten die pakistanischen Militärs den Rückzug der Amerikaner auch. Denn er könnte Bürgerkrieg und Chaos auslösen und zudem - so befürchtet es Pakistan - Indiens Einfluss in Afghanistan wachsen lassen. Die internationale Gemeinschaft scheint aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wenig gelernt zu haben. Zwar haben die USA und die Nato konstruktivere Wege der Aufstandsbekämpfung eingeschlagen. So schützen sie etwa dicht besiedelte Gebiete und Verbindungsstraßen und pumpen mehr Entwicklungshilfe in diese Enklaven. Aber viele Nato-Staaten weigern sich weiterhin, die Taliban massiv zu bekämpfen - entweder weil die Regierungen Vorbehalte haben oder weil ihr Einsatzbefehl defensiv ausgerichtet ist. Militärische Einheiten aus mächtigen Staaten wie Deutschland, Spanien und Italien benötigen, sobald es brenzlig wird, den Schutz der USA. Es überrascht deshalb nicht, dass die Taliban versuchen, schwerpunktmäßig die Streitkräfte derjenigen Staaten anzugreifen, die sie für schwach und halbherzig halten. Die Lage ist kritisch. Eine Antwort auf die Situation muss grundlegender und umfassender ausfallen, als alles, was bisher geschehen ist. http://www.spiegel.de/politik/auslan...673814,00.html |
|
|
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
AW: Sechs Schritte zur Lösung des Taliban-Problems |
![]() |
|
|
# 2 |
|
Bewertung:
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Registriert seit: Jan 2009
Beiträge: 771
Power: 12
|
Mh klingt einerseitz wirklich nach einer sinnvollen Aktion.
Aber man muss bedenken, dass die USA so lange dort vor Ort war / ist und teilweise schon den Hass der Bevölkerung auf sich gezogen hat. Und die teilweise dafür verantwortlich gemacht werden, dass es so weit gekommen ist. Und jetzt den Plan plötzlich zu ändern und eine andere Lösung zu suchen ist halt so eine Sache. In anbetracht des '' Rufs '' der US-Truppen und teilweise auch anderer Einheiten die dort vorort sind wird es sehr schwer werden wieder vertrauen zu gewinnen. In der Hinsicht das die Taliban sagen würden : '' Hey die meinen das vielleicht doch ernst und wollen uns so helfen... '' Hinzu kommt, dass die, wie oben ja steht, den Menschen mit dem Tod drohen und es gibt immer einen harten Kern. Viele Mitglieder dort würden bestimmt gerne aussteigen und eine friedliche Lösung in erwägung ziehen aber der harte Kern wird dann der Teil sein der den Mitgliedern, die aussteigen wollen mit dem Tod drohen wird... Wie zu Hitlerzeiten als die Leute in den KZ-Lagern auch gezwungen wurden zu tun was man ihnen sagt, weil sie sonst gleich mit in die Gaskammer gehen konnten. ( Um es mal krass auszudrücken... ) Aber wie schon oben von mir erwähnt ist es sicherlich eine bessere Lösung als weiter Krieg zu führen... Nur ob die dann auch so einfach / schnell funktioniert wie sich die Regierungen denken ist die zweite Frage ... MFg Fle3 |
|
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
AW: Sechs Schritte zur Lösung des Taliban-Problems |
![]() |
|
|
# 3 | |
|
Bewertung:
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Registriert seit: Aug 2007
Internet: DSL2 16K
Beiträge: 560
Power: 10
|
Zitat:
Ein Taliban hat sich entschlossen für den "heiligen Krieg", wie sie ihn bezeichnen, sein Leben zu geben und zu sterben. Wenn man so ein starken fanatischen Geist hat, kann doch keiner daherkommen, dies und das bieten und ernsthaft denken, das die Leute es dann sein lassen. Schließlich ist für diese Menschen ihr Glaube alles, sie würden sich ja auch dafür umbringen ohne Zögern. (Ob das jetzt richtig ist und obs ein guter Glaube ist, dies das, müssen wa hier nich diskutieren denk ich.) Meiner Meinung nach ist der Plan viel zu riskant, denn für einen Taliban wird das wahrscheinlich ein willkommenes Geschenk sein. Klar dann spiel ich mal ein paar Jahre den einsichtigen Bürger der damals im Terrorcamp ausgebildet wurde und warte auf den passenden Moment um noch mehr Leute mitzureißen. Es geht halt nich in meinen Kopf: Versöhnung + Taliban ..macht keinen Sinn sry ![]() 25.06.1991 SLOBODNA HRVATSKA
|
|
|
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
AW: Sechs Schritte zur Lösung des Taliban-Problems |
![]() |
|
|
# 4 | |||
|
Bewertung:
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Registriert seit: Dec 2009
Internet: VDSL 16Mbit
Beiträge: 343
Power: 3
|
Zitat:
![]() Zitat:
die usa bekommen es ja nicht mal gebacken sich um ihre soldaten die zurückkehren zu kümmern bzw. humanitäre hilfe in ihrem land zu leisten ![]() Zitat:
![]() wenn mensch von klein auf nur kämpfen und hass gelernt hat wird es kaum möglich sein ihn umzuerziehen ![]() ich halte den ganzen plan für hmmm ich sag mal imageaufbesserung.... die usa haben wohl gemerkt das sie langsam aber sicher in der ganzen welt nicht mehr wirklich positive resonanz ernten....wenn wunderts??? ausser die naiven-alleskönnundbessermenschen der vereinigten staaten.... wer A sagt muss auch CAB sagen |
|||
|
|
|
![]() |
![]() |





















