Diskussion und Inhaltsangaben zu Büchern, Zeitschriften, Gedichten sowie Ethik und Philosophie. |
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Von Göttern, Religionen und Naturwissenschaften |
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Hiho,
Einleitung ( relativ unwichtig): inspiriert von dem Thema einer Diskussion hier im Forum möchte ich gerne einen Thread über die Themen "Gott, Religion und Naturwissenschaften" starten. Auf RR gibt es vereinzelt Threads, die z.B. die Existenz Gottes thematisieren. Ich würde dies gerne mit im Spektrum sehen, aber vor allem die Verhältnisse der drei genannten Schlagworte thematisieren. Fragen (wichtig):
greetz [sig]http://img19.imageshack.us/img19/4060/sigtakerzt8.jpg[/sig]
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Wenn wir aus der Religion nur den Glauben an Gott herausgreifen, so lässt sich die Existenz dessen und somit die Rationalität nicht feststellen. |
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AW: Von Göttern, Religionen und Naturwissenschaften |
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Den klassischen Vorstellungen eines personalen Gottes wird durch die Naturwissenschaften zweifellos mehr und mehr der Boden entzogen. Bspw. durch die Evolutionsbiologie und durch die Erforschung des Weltraums, das keine Anzeichen einer intentionalen Schöpfung aufweist. Des Weiteren ist der klassische Dualismus von Körper & Geist durch die Hirnforschung widerlegt d.h. ein Leben nach dem Tod wird extrem unwahrscheinlich. Geht man dann noch weiter und lehnt das Konstrukt des freien Willens (aus guten Gründen, siehe Thread) ab, dann werden Sünden und die Wahl zwischen Gott & Teufel bzw. Himmel & Hölle vollends unsinnig.
Sicher gibt es viele religiöse Menschen, die sozusagen "aufgeklärt" sind, aber der Trend geht in eine ganz andere Richtung. Einerseits bekommen die Fundamentalisten Zulauf und andererseits die Atheisten. Ein wesentlicher Grund liegt imho darin, dass eine aufgeklärte Religion einfach nicht konsequent genug ist, sondern zwischen Glauben & Rationalität hin und her pendelt, was nur schwerlich als Lebensorientierung taugt. Da wir aber nie alles vollständig naturwissenschaftlich erklären werden können, bleibt zumindest der Glaube an einen unpersönlichen Gott oder eine höhere Intelligenz möglich, was sich allerdings jeder genaueren Beschreibung entzieht. Soweit ich weiß ging Einsteins "Glaube" in so eine Richtung. Ich denke wir können jedoch gut auf Religionen verzichten, denn die Philosophie behandelt ähnliche Fragen und lässt sich deutlich besser mit den Naturwissenschaften in Einklang bringen. Statt religiöser Moral brauchen wir eine vernünftige humanistische Ethik etc. pp. ![]() "Meine Seele ist ein verborgenes Orchester; ich weiß nicht welche Instrumente, Geigen und Harfen, Pauken und Trommeln es in mir spielen und dröhnen lässt. Ich kenne mich nur als Symphonie." (Fernando Pessoa) |
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AW: Von Göttern, Religionen und Naturwissenschaften |
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# 4 | |||
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An was ein Mensch glaubt und glauben will, um sich besser oder behüteter zu fühlen, das muss jedem selbst überlassen sein, niemand hat das Recht, anderen Menschen ihr Gedankengut vorzuschreiben. Genau hier beißt sich meine Meinung jedoch mit chronisch religiösen Menschen, die ihr plumpes Dogma in jeden lebendigen Schädel zu pflanzen gedenken - da hört meine Toleranz und mein Respekt entschieden auf. "For a soldier I listed, to grow great in fame, And be shot at for six-pence a day."
- Charles Dibdin |
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HOI,
also für mich stellt sich im Vodergrund mal die Frage, warum man glaubt ... und ich denke, der Mensch glaubt, weil es ihm eine Zuflucht bietet!! Wenn man so will, auch eine Zufluchtsperson, zu der er sich im Gebet zurückziehen kann ... all seine Probleme, Sorgen, Bedürfnisse und Bitten vorbringen kann, ohne dass er verurteilt wird!! Klar ist das bei einem guten Freund auch möglich, doch hat nicht jeder seinen Rucksack zu tragen, und wer will dann schon seinen schweren Rucksack einen guten Freund aufladen, wenn man weiß, dass dieser schon genauso schwer zu tragen hat?? Und dafür ist der Glaube doch sehr positiv ... wenn man daran glaubt, dass es irgendjemand oder irgendetwas gibt, der / das einem gerne seinen Rucksack abnimmt?!? Zitat:
Ein "kluger" Mensch, nimmt nicht alles hin, sondern fängt an zu hinterfragen, ob er jetzt religös ist oder nicht!! War es nicht früher so, dass du fast schon verachtet wurdest, wenn du nicht jeden Tag in der Kirche warst (als Frau), oder aber den Sonntagsgottesdienst (als Mann) verpasst hast?!? Und das was der Papst oder der Pfarrer damals gesagt hatte, war einfach Gesetz und damit pasta?!? Und diese Leute, werden diese Denkweise heute auch nicht mehr ändern!! Jedoch stehen die darauf folgenden Generationen, langsam aber sicher, dieser Tradition ganz gegenteilig dazu!! Die Tradition verändern sich einfach ... und wahrscheinlich immer weiter weg von den religiösen Traditionen!! Und genau da ist diese Umstruckturierung da ... und diese kommt von der Denkweise der heutigen Jugend!! Denn die meisten Jugendlichen, fangen einfach mit einem bestimmten Alter an, die moralischen Ansichten und auch die Lebensziele ihrer Eltern zu hinterfragen und bestimmen somit auch automatisch ihre eigenen!! Und dieser Trend geht (leider) immer weiter weg von den verschiedenen Religionen, womit dies Hand in Hand mit den Traditionen geht!! Kann gut sein, dass ich hier einen Standpunkt vertrete, den nicht viele vertreten ... dies könnte daran liegen, dass ich einerseits christlich erzogen wurde und immer noch zu meinem Glaube stehe und naturwissenschaftlich ausgebildet wurde!! mfg daydreamer ![]() |
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![]() Da gabs doch auch diese Studien, demnach Konservative und stark religiöse Menschen zumindest tendenziell einen geringeren IQ haben, was die These von threshold bestätigt, dass Traditionen & religiöse Vorgaben vom eigenen kritischen Denken abhalten. Auch ist dieses fundamentalistische im Glauben immer schon angelegt, weil man Glauben nicht rational begründen kann und daher sich mit dem Dogma begnügen muss. Religion ist mit kritischem Rationalismus nicht vereinbar, weil man dann den Absolutheitsanspruch (den jede Religion hat) in Frage stellt. Der Stalinismus hatte zwar auch "religiöse" Züge, aber das Marxsche Werk kann man auch anders lesen, weil es gerade keine strengen Vorgaben macht - im Gegensatz zu der Bibel. ![]() "Meine Seele ist ein verborgenes Orchester; ich weiß nicht welche Instrumente, Geigen und Harfen, Pauken und Trommeln es in mir spielen und dröhnen lässt. Ich kenne mich nur als Symphonie." (Fernando Pessoa) |
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Rose of Blood!!
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Bei Problemen, rede ich natürlich auch mit einem guten Freund darüber ... jedoch wird er dir einfach bei manchen Sachen nicht helfen können!! Z.B: Wenn du über einen Berufswechsel nachdenkst, der sogar mit einem Umzug in eine 300km entfernte Stadt nachdenkst ... kannst du zwar mit deinem Freund darüber reden, jedoch wird er dich wohl kaum dabei helfen können ... und dies ist doch im Glauben verankert!! Ich weiß von keiner Religion, bei der Gott nicht hilfreich ist!! Und ich habe einfach von solchen Problemen oder richtungsweisenden Entscheidungen gesprochen!! mfg daydreamer ![]() |
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![]() Aber geh doch mal auf die Vorwürfe ein, der Religion werde durch die Naturwissenschaften und logischem Denken im Sinne der Aufklärung immer mehr Raum genommen. Du argumentierst ja eher, dass es sinnvoll sei an Gott zu glauben, unabhängig davon ob es ihn gibt. Das ist sicher auch interessant, aber imho erst der nächste Schritt. ![]() "Meine Seele ist ein verborgenes Orchester; ich weiß nicht welche Instrumente, Geigen und Harfen, Pauken und Trommeln es in mir spielen und dröhnen lässt. Ich kenne mich nur als Symphonie." (Fernando Pessoa) |
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Final Releaser
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Omg ich muss jetzt auch mal antworten sonst komm ich nie dazu auf dem Laufenden zu bleiben xD
Ich werde zunächst nicht in die Tiefe antworten. Eher mit kurzen Meinungen udn Fragen, sodass ich falls darauf weiter eingegangen wird meine Meinung dazu bringen kann, sonst wird der Post auch zu lang ^^ Zitat:
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Und zur Ethik Sache: Das ist auch eine meiner Fragen.Generell muss man doch zeigen, dass Religion nicht nur eine Projektion der eigenen Ethik ist, denn ansonsten wäre sie überflüssig. Es muss mehr geben. Aber es darf der Ethik nicht widersprechen, da sie sonst sehr fragwürdig wäre. Was könnte dieses mehr sein? Zitat:
[/quote] Zitat:
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Eine Idee, die mir jetzt im Laufe des Schreibens kam: Kann ich Gott als Axiom nehmen? Man müsste doch nur zeigen, dass die Existenz eines Gottes den Kriterien eines Axioms entsprechen. Beweise sind unnötig. [sig]http://img19.imageshack.us/img19/4060/sigtakerzt8.jpg[/sig]
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http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...680956,00.html Zitat:
Zitat:
Willensfreiheit ist imho nichtmal denkbar. Laut Naturgesetzen gilt, dass identische Ursachen identische Wirkungen haben. Selbst wenn es echten Zufall auf der Quantenebene geben sollte, so hat dies auch nichts mit dem freien Willen zu tun. Die Theorie der Akteurskausalität, welche besagt, dass wir als Person eine neue Kausalkette ursachenfrei beginnen könnten kommt dem freien Willen am nächsten, ist aber komplett unsinnig, unterstellt ein permanentes Wunder und widerspricht allem, was wir von der Welt wissen. Zitat:
Es heißt zwar in dem Spiegel-Link, dass intelligente Menschen später ins Bett gehen, aber man muss es ja nicht überteiben. Also gn8 erstmal. ![]() ![]() "Meine Seele ist ein verborgenes Orchester; ich weiß nicht welche Instrumente, Geigen und Harfen, Pauken und Trommeln es in mir spielen und dröhnen lässt. Ich kenne mich nur als Symphonie." (Fernando Pessoa) |
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Ich moechte hierzu auch mal kurz meinen Send dazugeben
![]() Meine Ansicht deckt sich so ziemlich genau mit der von threshold. Zitat:
Du sollstest vllt. mal anfangen an _dich_ zu glauben, anstatt an eine hoehere Macht. Denn es ist _dein_ Leben und _dein_ Rucksack. Es spricht natuerlich nichts gegen das Einholen von Hilfe, Ratschlaegen und sonstiger Unterstuetzung. Natuerlich kann man vieles im Leben nur schwerlich alleine schaffen, aber dafuer sind Freunde und Familie da. Zitat:
Du bist fest der Ueberzeugung, dass dir ein Freund nicht bzw. weniger helfen kann, als eine stille Ansprache zu "Gott" ? Genau das ist der Grund, warum sich Leute ( wie du ? ) in ihrem Leben mehr oder weniger "treiben" lassen, ohne selbst mal das Ruder in die Hand zu nehmen. Sie beten die ganze Zeit und warten dann auf irgendein Ereignis, welches sie dann als Zeichen Gottes interpretieren. Anstatt mit Freunden oder der Familie ueber - wie du sie nennst - richtungsweisende Entscheidungen zu reden, die dir mit Sicherheit weiterhelfen koennen, aufgrund von eigener Erfahrung und faktischem Wissen ueber dich und deine Umwelt, wendest du dich einfach gen Himmel und leierst deine Probleme runter. LG ![]() |
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Nu pass auf: du glaubst doch nicht, damit du in den Himmel kommst? Nein nein, du glaubst, weil du Gott liebst und so. Denn sonst ist es ja nur vorsätzlicher Glaube, verstehst du? Wenn du nicht tötest, weil du Angst vor der Hölle hast, kommst du nicht in den Himmel. Wenn du nur "glausbt", um in den Himmel zu kommen, dann hasst Gott dich genauso und tötet dich wie die über zwei Millionen anderen Menschen in der Bibel ![]() Da dieser Gedankengang religiösen Führern aber egal ist (da Religion genauso funktionierte und funktioniert), weil die Angstmacherei ja trotzdem funktioniert. Zitat:
Ansonsten kann ich auch sagen, dass du in Wirklichkeit von einer schwebenden Teekanne im Universum überwacht wirst, die deine Gebete erhört und dich tröstet. Es gibt keinen Unterschied zum Gottesglauben, denn beides ist gleich unwahrscheinlich (und gleich nicht-unsinnig), nur für das eine töten sich Menschen und über das andere lachen sie. "For a soldier I listed, to grow great in fame, And be shot at for six-pence a day."
- Charles Dibdin |
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Und ich glaube, deshalb daran, dass Gott mir manchmal mehr helfen kann, als Freunde und Familie, ist folgender: Ich glaube daran, dass es für jeden Menschen einen richtigen Weg, von vielen, gibt. Und jeder kann selber entscheiden, welchen Weg er einschlägt oder wo er abbiegt. Und ich denke auch, dass man nur auf diesem Weg völlig glücklich sein kann. Und ich glaube auch daran, dass mir Gott dabei helfen kann und auch wird, wenn ich diese Hilfe will, auf den richtigen Weg zu kommen bzw. dann auch darauf zu bleiben!! Zitat:
Womit wir bei dem Punkt wären, was ist bedeutet Glaube überhaupt?? Ich würde Glaube, mit "Ich verlasse mich auch" definieren!! Das heißt im Klartext, dass wenn ich meine Probleme Gott darlegen (ich möchte es jetzt einfach mal so formulieren, da ich selber eher wenig vom klassischen Beten halte und dies deshalb auch sehr selten praktizieren), verlasse ich mich darauf, dass mir von Gott dabei auch geholfen wird. In welcher Art dies geschieht, kann ich dir nicht sagen. Es kann einfach nur ein Bauchgefühl sein, oder aber eine unüberlegte Handlung, vll aber auch einfach nur ein Zufall (oder Schicksal, je nach dem, wie man es nennen möchte!)!! Wenn ich mit einer Krankheit zum Arzt gehen, dann glaube ich auch daran, dass er mir helfen kann, wieder gesund zu werden!! Ich würde dies auch mit dem "Problemen vor Gott bringen" vergleichen. Klar, der Arzt hat studiert, hat eine Prüfung abgelegt und es ist beweisbar, trotzdem glaube ich daran, dass er mir helfen kann, denn sonst würde ich nicht zum Arzt gehen!! mfg daydreamer ![]() |
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- Charles Dibdin |
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Daydreamer, dann bleibt mir nur übrig Dawkins zuzustimmen:
Video-Link: http://youtu.be/GPClXWr3tNw ![]() "Meine Seele ist ein verborgenes Orchester; ich weiß nicht welche Instrumente, Geigen und Harfen, Pauken und Trommeln es in mir spielen und dröhnen lässt. Ich kenne mich nur als Symphonie." (Fernando Pessoa) |
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Ich bin auch für Glaubensfreiheit ... jeder soll an das glauben, wo für ihn am besten ist, bzw. das ihm am meisten Halt gibt!! mfg daydreamer PS: @ n0b0dy: hatte noch keine Zeit mir das Video und das Schriftstück anzusehen ... werde ich heute noch nachholen!! ![]() |
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Religionen kommen dir mit Torschlagargumenten, entweder du glaubst oder kommst in die Hölle.
Es ist einfach nicht vereinbar mit der Wissenschaft du kannst Stundenlang mit einem gläubigen reden er wird auf seinem monotheistischen Weltbild verharren, ausserdem sind die 3 Monotheistischen Weltrelitgionen wiederlegbar ich sage nur geozentrisches Weltbild und von wegen die Erde existiert erst seit 6000 Jahren, kannst du nur einen Widerspruch in diesen "heiligen" Büchern finden hast du es geknackt ! |
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Ein fundamentalist lässt sich nicht davon überzeugen, dass wissenschaftliche Thesen (Teufelszeug) beweisen, dass die Erde älter als 6000 Jahre ist - denn so steht es nicht in der Bibel und das ist entscheidend für sein Wahrheitsbild. "For a soldier I listed, to grow great in fame, And be shot at for six-pence a day."
- Charles Dibdin |
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Das heißt im Klartext, dass ich bei weitem nicht alles Glaube, was in der Bibel steht oder der Papst sagt!! Da wir jetzt endgültig bei der Wissenschaft angelangt sind: - Evangelium nach Matthäus ist in den Jahren 60-100 entstanden - Evangelium nach Markus ist in den Jahren 60-70 entstanden - Evangelium nach Lukas ist in den Jahren 90-100 entstanden - Evangelium nach Johannes ist im späten 1. oder im frühen 2. Jahrhundert entstanden Wie konnten also 4 verschiedene Menschen, etwa zur gleichen Zeit 4 Bücher schreiben, die sehr viele Parallelen enthalten, wenn an den dort beschriebenen Ereignissen nicht doch was dran war?? (Falls es dir nicht klar sein sollte, die Entstehungsdaten sind wissenschaftlich bewiesen worden!!) Genauso das Turiner Grabtuch, es ist bewiesen worden, dass das Tuch nicht bemalt worden ist!! Genauso ist auch bewiesen worden, dass das Tuch zur Zeit Jesu in Israel gewesen sein muss!! Wie erklärst du mir dann dies?? mfg daydreamer PS: In der Bibel ist die Enstehung der Welt nicht datiert ... ![]() |
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2. Sind das die Evangelien, die man sich als am besten passend für die momentane Situation (um die Schäfchen ruhig zu halten und die Frauen schön zu unterdrücken) ausgesucht hat - und die vermutlich möglichst viele Parallelen enthalten. 3. jetzt zu deinem Argument: Wenn drei bekannte Schriftsteller nun dazu angehalten wären, ohne Hilfsmittel die Legende Robin Hoods nachzuschreiben, würden diese es unabhängig voneinander auch mit vielen Parallelen hinbekommen. Wenn jetzt jemand 300 Jahre später diese Werke findet, wäre er dann genauso überrascht und religiös durchdrungen? Nein, weil wir mittlerweile aufgeklärt sind, früher aber, als man an sowas noch glauben wollte, hat man das eben als Beweis angesehen. Jesus war damals eben für die richtigen Leute bekannt wie ein bunter Hund (wie sich eben Legenden um jemanden ranken) und da haben eben viele voneinander unabhängig dieses Märchen von dem sie gehört haben niedergeschrieben. Überdies gibt es genauso viele Widersprüche wie Parallelen, wenn nicht noch mehr: Zitat:
Zitat:
Liege ich falsch, wenn ich sage, dass das Turiner Grabtuch lediglich Jesus Existenz beweist, aber nichts von seinen Zauberkräften? Dass Jesus existiert hat, halte ich sogar auch für Wahrscheinlich, warum sollte sonst so ein Federlens um ihn gemacht worden sein? Zitat:
Kennst doch sicher die endlosen Schleifen: Dieser, Sohn von dem, Sohn von dem, Sohn von dem bla bla bla."For a soldier I listed, to grow great in fame, And be shot at for six-pence a day."
- Charles Dibdin |
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Zitat:
Aber 1. Bist du nicht auf meinen ersten Absatz eingegangen, und 2. nennst du mir in dem Absatz hier keinen einzigen Grund. Du sagst nur, dass du an Gott glaubst und an den richtigen Weg etc. Und ich habe das "meinst du das ernst" nicht geschrieben, weil ich dachte, dass du Posts sammeln willst. Sondern aus dem einfachen Grund, dass das was du von dir gibst einfach unreflektiert und etwas naiv ist. Genauso wie dein Quote hier. Zitat:
Natuerlich hat es "Jesus" als historische Figur gegeben, das ist auch bewiesen worden und in etlichen Dokumenten nachzulesen. Doch der Grund warum er so hoch angesehen war, als Gottes Sohn bezeichnet und schlussendlich verfolgt und gekreuzigt worden ist, ist der, dass er einer der wenigen Menschen war, die ihr Denken eingesetzt haben. Er war quasi eine Art Philosoph, der sich Gedanken uber das Zusammenleben von Menschen gemacht hat, und schlussendlich zu dem Schluss kam, dass es sich angenehmer zusammen lebt, wenn man Ruecksicht auf seinen Naechsten nimmt. LG ![]() |
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# 22 |
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Da geht noch einer!
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![]() Registriert seit: May 2005
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Okay das sind hier alles sehr interesannte Ansichten. ICh glaube aber das ein Punkt schon irgend wie übergangen wurde.
Scheinbar geht der gnaze Thread davon aus das alle Zusammenhänge des Universums verstanden werden können. Dazu ein kleines Beispiel Das Atom so an sich wird der Einfachheit halber mit dem Bohrschenatommodel beschriben. Das bietet sich immer an wenn relativ einfache Zusammenhänge erklären will. Die Physik stösst aller dings häufig an ihre Grenzen weshalb es noch viele andere Modelle gibt. Die nicht immer Konform mit dem Bohrschen Model sind. Mir Leuchtet es daher ein das diese Modelle auch wirklich nur als Modelle zusehen sind. Es ligt also nahe davon aus zugehn das es in "Wirklichkeit" ganz anders ist. Das führt die Naturwissenscahft nicht ad absordum sie ermöglicht uns schon Technologien zu verbessern jedoch sollte man nie vergessen das es im Bereich des Möglichen das die Erklärungen nicht immer zutreffen. Ich persönliche denke auch das es zum Beispiel schon sehr seltsam (ein bischen lustig) ist das immer wenn man ein Teilchen Zerlegt ein Kleineres Teilchen erhrauskommt wo bei die Masse verloren geht. Teilweise ist es nicht mal Messbar wo hin sie verschwindet. Wenn man das weiter spinnt kommt man zum Punkt mit Negativen Massen. Ich bin gesapnnt^^ Deshalb glaube ich das Gott sich nen haufen Kram ausgedacht hat denn der Mensch nie verstehn wird. Ich glaube ausser dem das Naturwissenschaften Religion nicht ausschliest. |
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# 23 |
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@ck-spider:
Und wie kam dann Gott in die Welt? Das erklärt nix, sondern verschiebt die Ebene des Unerklärlichen nur weiter nach hinten. Ich denke wir sollten uns einfach damit abfinden, dass wir vieles noch nicht wissenschaftlich verstehen und unser Geist für vieles zu beschränkt ist. Dennoch ist an der Vorstellung eines übernatürlichen Wesens in dieser Form d.h. etwa als Erklärung des Urknalls nur wenig zu kritisieren. Problematisch wirds, wenn man meint dieses Wesen hätte irgendwelche Bücher diktiert und Gesetze aufgeschrieben an die sich der Mensch halten müsse etc. pp. ![]() "Meine Seele ist ein verborgenes Orchester; ich weiß nicht welche Instrumente, Geigen und Harfen, Pauken und Trommeln es in mir spielen und dröhnen lässt. Ich kenne mich nur als Symphonie." (Fernando Pessoa) |
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# 24 | |
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Zitat:
Das bin auch nur ich, und der Spacken in mir, gemeinsam fragen wir uns, was machen wir hier?
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# 25 |
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die frage ist was der einzellne als "gott" definiert.
die meisten stellen sich wohl ein handelndes etwas vor, dessen verhalten mensch-ähnlich ist und gebete erhört... das wäre natürlich totaler unsinn. der mensch besitzt genetisch die fähigkeit, einen glauben zu entwickeln im sog. spirituellem zentrum des gehirns. dieser dient wohl als schutzfunktion, da der mensch mit seiner geistigen leistung sonst verrückt vor angst würde bei all den dingen die er realisiert (im gegensatz zum tier) aber nicht erklären kann. außerdem hat der glaube einen ganz wichtigen gesellschaftlichen faktor, denn dieser ermöglicht es eine unbegrenzt große intressengruppe zu bilden. gruppen bilden sind generell aufgrund von gemeinsammen interessen (schutz,überleben,wohlstand,gleiche ziele,gleiche ängste). jeder mensch sucht nach dem ursprung und versucht genauso mehr über sein ende zu erfahren, in der hoffnung es gibt ein anfang und kein ende. zudem ermöglicht es, sich virtuell eine fiktive "person" (zb gott) zu schaffen die hoffnung und halt gibt, gegen ängste und sorgen. [theorie] das funktioniert so lange bis der mensch dahinter kommt, dass es keinen anfang gibt. (so einfach es klingt, aus dem nichts muss nicht plötzlich etwas entstehen) die basis war schon immer da. diese basis könnte man jetzt gott nennen, aber deren existens und entscheidungskarft etwas zu "schaffen" bzw sich zu wandeln ist genauso ungewollt und ungesteuert wie alles andere. das problem an der sache ist jetzt nur wenn ich eine bestimmte menge an basis habe und diese nicht mehr oder weniger wird, ich mich zwangsweise in einem zustand befinde der jederzeit definiert ist. (sog. schicksal) allerdings wäre das ziemlich egal ob oder ob nicht, denn aus unserer position (relativ) spielt das keine rolle. [/unsinn] Leben und leben lassen
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