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Treibt Deutschland die Welt in den Ruin?
Alt 21.01.2012, 11:50   # 1
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Ist in letzter Zeit von vielen Seiten bestätigt worden: Deutschland, dass mit seinen Niedriglöhnen und Dumpingpreisen in die ganze Welt exportiert, treibt mit dieser Politik vermutlich die ganze Welt in den Ruin.
Während sich die Deutschen in Selbstmitleid suhlen, sich als Weltretter aufspielen und tatsächlich der Meinung sind, sie würden die EU retten, treiben sie genau diese in den Ruin. Politik, Gewerkschaften und Kapital haben ein Niedriglohnland entwickelt, gegen welches kein anderes mehr konkurrenzfähig ist.
Wie lange sich das andere Staaten noch gefallen lassen, werden wir sehen.
jungle
Zitat:
Poor Standard

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von neun Euro-Staaten begründet die Rating-Agentur Standard & Poor's mit einer Kritik an der deutschen Politik.

Kommentar von Jörn Schulz

Eigentlich sind die Gewerkschaften dafür zuständig, Lohnerhöhungen zu erkämpfen. In Deutschland scheint das nicht mehr zu klappen, und das ist umso unverständlicher, als man mittlerweile wahrlich kein Linker mehr sein muss, um höhere Löhne zu befürworten. Das bewies in der vergangenen Woche eine Institution, die des Hanges zu linker Umverteilungspolitik wohl unverdächtig ist: Standard & Poor's. In ihrer Begründung für die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von neun Euro-Staaten schreibt die Rating-Agentur, dass »ein allein auf einer Säule der fiskalen Austerität basierender Reformprozess selbstzerstörerisch werden könnte, weil die Binnennachfrage sinkt«. Überdies sei die Euro-Krise nicht allein eine Folge zu hoher Ausgaben, sondern auch des wachsenden Ungleichgewichts innerhalb der Euro-Zone.

Mit anderen Worten: Die Deutschen sollen endlich die Löhne erhöhen und die Exporte drosseln, vor allem aber aufhören, anderen Euro-Staaten eine desaströse Sparpolitik aufzuzwingen. Kein Wunder, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf die Agentur nicht gut zu sprechen ist: »Ich glaube nicht, dass Standard & Poor's wirklich begriffen hat, was wir in Europa schon auf den Weg gebracht haben.« Tatsächlich scheint Schäuble nicht begriffen zu haben, dass die Politik der Bundesregierung auf Dogmen basiert, an die »der Markt« nicht glaubt. Die Rating-Agenturen repräsentieren den common sense der globalen Geschäftswelt. In einem Gewerbe, für dessen Erfolg das Desinteresse an sozialen Belangen die Grundvoraussetzung ist, hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die deutsche Politik Europa und womöglich auch den Rest der Welt in die Rezession treiben könnte.

Unklar bleibt, ob es ein Beispiel für Bankerhumor ist, dass Standard & Poor's in der Beurteilung der Euro-Krise von »16 souveränen Regierungen« spricht. Denn der Euro ist die Währung von 17 Staaten. Ob man Griechenland als nicht mehr souverän oder als nicht mehr zur Euro-Zone gehörend betrachtet, wird nicht erläutert. Der Austritt wird mittlerweile nicht nur in der Bild-Zeitung, sondern auch in Griechenland diskutiert. Denn die Lage wird immer schlimmer.

Die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern wurden vorige Woche abgebrochen. Diese Gläubiger werden vom Institute of International Finance (IIF) repräsentiert, das eine Pause einlegen will, um noch einmal über »die Vorteile einer freiwilligen Herangehensweise« nachzudenken. Im Herbst sagten die Banker zu, einen Abschlag von 50 Prozent auf den Nominalwert ihrer griechischen Staatsanleihen hinzunehmen, doch wie so viele Selbstverpflichtungen von Unternehmern scheint auch diese nicht viel wert zu sein.

Man müsse »Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist«, hatte Kanzlerin Angela Merkel im September vorigen Jahres gefordert. Doch selbst wer dies als erstrebenswertes Ziel betrachtet, muss nun feststellen, dass »der Markt« von der deutschen Euro-Politik nichts hält. Welche Rolle machtpolitische Ambitionen, das ideologische Dogma von den »Schuldensündern« und ihrer notwendigen Bestrafung oder schlichte Inkompetenz spielen, ist unklar. Doch man muss keine den Nationalsozialismus verharmlosenden Vergleiche bemühen um festzustellen, dass Appeasement die falsche Antwort ist.

Fleiß, Verzicht, Disziplin, Genügsamkeit, unbezahlte Mehrarbeit, Feigheit vor dem Herrn haben das deutsche Proletariat befähigt, den Rest Europas an die Wand zu arbeiten und Deutschland auf den Weg zu einem Billiglohnland zu bringen.
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Alt 21.01.2012, 12:23   # 2
Mamusis
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niedriglöhne im vergleich zu welchen anderen europäischen ländern ?????

also wenn ich mir löhne in südeuropa anschaue ist deutschland mit sicherheit kein niedriglohnland^^ was die exporte und die sparpolitik angeht, kann ich dem schon teilweise zustimmen....

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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 12:26   # 3
eSo
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Vorallem, dass Deutschland zu dumpingpreisen Exportiert

Aber was erwartet man von jungle world?

- eSo -

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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 12:27   # 4
Matrix21
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Selbst die Leiharbeiter hier verdienen mehr als in vielen anderen Staaten.
Sollen wir ein Niedriglohnland sein, im Vergleich zu diesen anderen Ländern?

DUÜM Part2 №1/DUÜM Part3 №2
Immer wenn ich beim Bäcker ein Hefebrot sehe, überkommt mich tiefe Trauer. Es hätte Bier werden können.
Die Realität ist nur eine Illusion, die durch Alkoholmangel hervorgerufen wird
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 12:29   # 5
The-Juggernaut
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Ist doch weithin bekannt, dass die Deutschen nach Polen zum Spargelstechen gehen!

...oder so
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 12:29   # 6
Mamusis
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stimme euch zu....basierend auf behauptungen im artikel die echt an den haaren herbeigezogen sind, macht eine diskussion hier wenig sinn, oder ?

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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 12:31   # 7
Geda
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Vorallem sagt der Artikel wir sollen den Export stoppen. Sure thing pal, ist ja nicht eine unserer wichtigsten Einkommensquellen.

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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 13:17   # 8
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Als müsste man das den Leuten erst einprügeln, bis sie ihre Stolz-auf-Deutschland-Tour endlich mal hinterfragen.
Selbstverständlich ist Deutschland ein Niedriglohnland. In den anderen, umliegenden Ländern sind die Löhne kontinuierlich gestiegen, während sie hier zurückgehen. Innerhalb von Europa sind die Sozialkostenanteile der Löhne bis zu 20 Prozent gestiegen. In Deutschland werden sie permanent runtergeschraubt. Zumal die Lebenskosten in Polen z.B. viel niedriger sind als hier. Und da ich an der polnischen Grenze wohne, kann ich bestätigen: Leute wohnen in Deutschland und gehen in Polen arbeiten.
Und ja, Exporte stoppen, aber der ideologische, blinde Deutsche rafft es mal wieder nicht, dass er die ganze Welt ruiniert. Aber es bestätigt sich wieder: den Deutschen kann man die Vernunft nur mit der Bombardierung ihrer Städte beibringen, bzw. sie zumindest aufhalten.

Da hier wieder mal die Quellendiskussion ausbrucht (obwohl eine Firma wie Standart & Poor eigentlich nicht als radikal gelten sollte), hier noch ein paar andere.

Welt
Zitat:
Im politisch gewollten Niedriglohnsektor, der seit Mitte der 90-er-Jahre in Deutschland als Rezept gegen die grassierende Dauerarbeitslosigkeit galt und als Sprungbrett in besser bezahlte Jobs fungieren sollte, spielen die verschiedenen Ersatzgerechtigkeiten aber kaum noch eine Rolle.

Annähernd gerechte Löhne kommen hier folglich immer seltener vor. Taxifahrer, die für 2,50 Euro in der Stunde durch die Nacht fahren, oder Friseure mit 3,50 Euro Stundenlohn sind da keine Seltenheit mehr.
Bürgerstimme
Zitat:
Bis zu 1 Million zusätzliche Billigarbeitnehmer aus Osteuropa wurden befürchtet, nur 65.300 kamen, und 25.500 Menschen sind wieder gegangen. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nun in einer Studie feststellte, wurde Deutschlands Lohnniveau für breite Bevölkerungsschichten so drastisch nach unten gedrückt, daß sich Arbeit in Deutschland im Niedriglohnbereich nicht einmal mehr für Osteuropäer lohnt. SPD, Grüne, Union, FDP und die Linke (in der Wowereit-Regierung) haben als Diener der Unternehmerlobby ganze Arbeit geleistet.

news.de
Zitat:
Jeder fünfte Beschäftigte (20,7 Prozent) erhielt 2008 einen Niedriglohn. Nach einer OECD-Definition heißt das: Betroffene in Westdeutschland bekamen weniger als 9,50 Euro, in Ostdeutschland weniger als 6,87 Euro brutto pro Stunde. Der Anteil der Niedriglöhner ist somit seit 2006 bundesweit konstant geblieben. 1995 lag er aber noch deutlich niedriger (14,7 Prozent).

Zudem sei ein starkes «Ausfransen» des Lohnspektrums nach unten zu beobachten, schreiben die IAQ-Forscher in ihrer Studie. Etwa jeder dritte Geringverdiener (gut 2,1 Millionen) arbeitete 2008 für Stundenlöhne unter 6 Euro brutto. Rund 1,15 Millionen mussten sich sogar mit weniger als 5 Euro begnügen.

Fleiß, Verzicht, Disziplin, Genügsamkeit, unbezahlte Mehrarbeit, Feigheit vor dem Herrn haben das deutsche Proletariat befähigt, den Rest Europas an die Wand zu arbeiten und Deutschland auf den Weg zu einem Billiglohnland zu bringen.
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 13:23   # 9
Geda
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Und wie stellst du dir das so vor mit komplett eingestellten Exporten? Wir sollten die Exporte nicht sofort stoppen, sondern langsam zurückschreiben. Immerhin braucht ein Organismus ein paar tausend Jahre um eine Veränderung zu durchlaufen. Wenn wir das richtig angehen, dann können wir uns in ca 5000 Jahren auf der nächsten Evolutionsstufe von Steinen ernähren.

Du sagst nur "muss aufhören" aber bringst keine Gedanken ein, WIE man das denn bitte bewerkstelligen soll.

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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 13:34   # 10
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Löhne rauf, Binnennachfrage stärken, ist doch alles bekannt.
Am besten: Kapitalismus überwinden, rein nach Bedürfnissen produzieren und nur noch so viel arbeiten, wie man zur Selbstreproduktion braucht.

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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 13:39   # 11
GaaraDerWüste
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Löhne rauf, Binnennachfrage stärken, ist doch alles bekannt.
Am besten: Kapitalismus überwinden, rein nach Bedürfnissen produzieren und nur noch so viel arbeiten, wie man zur Selbstreproduktion braucht.
Oh achsodas wars schon? Und ich dacht schon hier wird was schwieriges verlangt.



Sry aber du scheinst ja nicht so der hellste in Sachen Wirtschaft zu sein.
Überwinde mal den Kapitalismus xD

Adler fliegen vielleicht hoch, aber Wiesel werden nicht in Düsentriebwerke eingesogen.
Freunde sind wie Kartoffeln, wenn man sie isst, sterben sie.
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 13:44   # 12
The-Juggernaut
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Löhne rauf, Binnennachfrage stärken, ist doch alles bekannt.
Am besten: Kapitalismus überwinden, rein nach Bedürfnissen produzieren und nur noch so viel arbeiten, wie man zur Selbstreproduktion braucht.
...und raubt Deutschland seinen Innovationstrieb. Auch wenn es schön wäre, wenn Menschen allein schon für das Allgemeinwohl neues Entwickeln würde, so würden das vielleicht 0,5% tun.
Wenn überhaupt.

Dem Rest wärs egal.

Und Arbeitsmoral?
Naja, der Mensch funktioniert so nicht. Kannst ja mal gucken, ob der Typ lächelnd aus dem Bergwerk klettert und dem Typen, der lediglich die Schranke bedient an einer Straße, wo niemand wohnt, damit der Zug der hier 1x alle 6 Stunden vorbeikommt auch niemanden über den Haufen fährt, ein High-Five geben würde, während der eine einen Bierbauch bekommt und sich die Lunge des anderen mit Staub füllt.

Aber das wird schon klappen.

Ich Stimme schonmal die Hymne an.

http://z0r.de/1948
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Alt 21.01.2012, 13:51   # 13
Mr. Brown
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Selbstverständlich ist Deutschland ein Niedriglohnland. In den anderen, umliegenden Ländern sind die Löhne kontinuierlich gestiegen, während sie hier zurückgehen. Innerhalb von Europa sind die Sozialkostenanteile der Löhne bis zu 20 Prozent gestiegen. In Deutschland werden sie permanent runtergeschraubt. Zumal die Lebenskosten in Polen z.B. viel niedriger sind als hier. Und da ich an der polnischen Grenze wohne, kann ich bestätigen: Leute wohnen in Deutschland und gehen in Polen arbeiten.
Und ja, Exporte stoppen, aber der ideologische, blinde Deutsche rafft es mal wieder nicht, dass er die ganze Welt ruiniert. Aber es bestätigt sich wieder: den Deutschen kann man die Vernunft nur mit der Bombardierung ihrer Städte beibringen, bzw. sie zumindest aufhalten.

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Sule dich mal in deinem Deutschlandhass, ich glaube du bist genau so blind (wenn nicht sogar mehr) als die Personen, welchen du hier die Bombardierung herbeiwünscht.
Zufälligerweise wohnte ich mal auch recht nahe an der polnischen Grenze, die Leute ziehen aber immer noch vom Osten der Oder in den Westen. Außerdem vergleichst du hier eine der ärmsten Regionen Deutschlands mit einer gut florierenden Polens. Nimm doch gleich Demmin oder Gelsenkirchen als Vergleich.
Und nun zu deiner Behauptung den Deutschen würde es jedes Jahr schlechter gehen und ganz nebenbei die Weltwirtschaft in den Abgrund treiben.
Guck dir mal den aktuellen HDI an, Deutschland ist in den Top 10 und der Wert ist sogar im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen.
Wenn dir das noch nicht reicht, bitte tobe dich hier aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlstandsindikator.
Besonders der Gini-Koeffizient dürfte für dich sehr interessant sein.

War noch was? Achja wegen den Dumpinglöhnen sind wir die Schuldigen für den Weltuntergang 2012. Meinst du nicht, dass die ganzen Bankgeschäfte gefährlicher sind als produzierte Waren? Was Deutschland verkauft, dass hat doch wenigstens einen Wert und ist nicht so ein Ramsch wie irgendwelche Immobilienpapiere aus den USA. Guck dir mal http://www.loansandcredit.com/worlds...ock-exchanges/ an, dass sind Billionen die an einem Tag umgesetzt werden.
Deutschland schafft hingegen gerade mal WERTE von 1 Billion im Jahr.
Aber wie gesagt, geh doch zum Spargelstechen nach Polen, wenn es dir in Deutschland nicht passt.
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Alt 21.01.2012, 14:07   # 14
Winans
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Der Artikel führt schonmal mit einer Lüge ein. S&P hat 9 Euro Staaten nicht aufgrund einer "deutschen Politik",wie immer diese aussehen mag, herruntergestuft, sondern mit der begründung, dass der ESM und ESFS, die beide fast auschließlich von Frankreich und Deutschland getragen werden, nicht in der lage ist, euro staaten im falle einen worst-case-szenarios vor der staatspleite retten kann. Drastisch ausgedrückt: S&P glaubt nicht daran, dass deutschland stark genug ist, für alle schulden in der euro zone auufzukommen.

Ausserdem ist es schon ziemlich schwach, wenn sich jungle world eine Ratingangentur wie S&P als kronzeugen aussucht, gegen die sonst immer gewettert wird, und dann aber im artikel gegen S&P argumentiert wird!

S&P, gesteuert von anglo-amerikanischen interessen, ist einzig und alleine daran interessiert, dass europa als motor für die schwache us-wirtschaft konjunktur endlich greift. das hat der amerikanische finanzminister vor ein paar wochen sehr deutlich gesagt. Europa, angeführt von D und F, geht aber den komplett umgekehrtn weg. Europa versucht die Schuldenkrise mit abbau von schulden zu lösen. Die USA (s&p) hätten gerne weitere verschuldung, um die konjunktur i9n gang zu kriegen!

Wäre Deutschland den Weg vieler euro staaten gegangen, sähe es hier so aus wie in Griechenland. Die versuche deutschland als dritte welt land darzustellen, scheitern leider immer weniger!
  Winans ist offline  

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Alt 21.01.2012, 16:04   # 15
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Zitat:
Zitat von Mamusis Beitrag anzeigen
stimme euch zu....basierend auf behauptungen im artikel die echt an den haaren herbeigezogen sind, macht eine diskussion hier wenig sinn, oder ?
Eine Diskussion macht hier wenig Sinn, weil den meisten das ökonomietheoretische Hintergrundwissen fehlt Nationalstolz ist dafür aber reichlich vorhanden, so dass die im Artikel getroffenen Feststellungen als Angriff gegen das eigene Deutschsein empfunden werden.

Übrigens: Paul Krugman, Autor für die New York Times und Nobelpreisträger von 2008, kommt zu ähnlichen Ansichten, was Deutschlands Einfluss innerhalb der EU angeht.
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Zitat:
Zitat von GaaraDerWüste Beitrag anzeigen
Oh achsodas wars schon? Und ich dacht schon hier wird was schwieriges verlangt.[...]
Ich wüsste nicht, wo da die Schwierigkeit liegen sollte. Die entsprechende Technik und die benötigten Produktionsmittel sind ja vorhanden.
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Zitat:
Währung unter Beschuß
Junge Welt | 17. januar 2012 | Tomasz Konicz

Herabstufung in Phase scheinbarer Erholung: Torpediert US-Ratingagentur Standard & Poor's Formierung eines deutsch dominierten Europa?

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat es wieder getan: Am Freitag verloren Frankreich und Österreich die Spitzenbewertung für ihre Bonität. Sieben weiteren Euro-Länder mußten erneut schlechtere Noten für ihrer Kreditwürdigkeit hinnehmen. Mit dabei Portugal, Spanien und Italien sowie Malta, Zypern und die Neumitglieder Slowenien und Slowakei. Im gemeinsamen Währungsraum haben nur noch Deutschland, Finnland, die Niederlande und Luxemburg die S&P-Bestnote »AAA« (»Triple A«).

Nicht nur von der EU-Kommission kam scharfe Kritik. Währungskommissar Olli Rehn sprach von einer »abwegigen Entscheidung«, deren Timing »nicht zufällig« gewählt worden sei, da Europa gerade »an allen Fronten entschieden handelt, um auf die Krise zu antworten«. Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny sprach von einer »politischen Aktion«, die dazu beitragen könnte, die zuletzt in der EU verzeichnete »positive Entwicklung« zu »stören«. Auch BRD-Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vermutete eine gezielte »Attacke«, die »sehr eigene Zwecke« verfolge. Tatsächlich sehen die USA ein deutsch dominiertes Europa als wachsende Bedrohung ihrer ohnehin schwindenden Hegemonie. US-Thinktanks und -Medien warnen inzwischen in alarmistischen Tönen vor dem Dominanzstreben Berlins in der EU. (siehe jW vom 13. Januar).

Gelassen reagierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie habe diese »Entscheidung zur Kenntnis genommen«. Diese sei nicht überraschend gekommen, so Merkel unter Verweis auf entsprechende Ankündigungen von S&P Anfang Dezember. Nun gelte es, den »Fiskalpakt schnell umzusetzen«, der beim EU-Treffen Mitte Dezember beschlossen worden war. Dabei gibt S&P die Enttäuschung über genau diese Gipfelergebnisse als Begründung für die Zurückstufung der Kreditwürdigkeit an.

Die von Berlin favorisierte Diagnose der Krisenursachen »mangelnde budgetäre Disziplin in den Peripheriestaaten der Euro-Zone« nannte S&P »einseitig«, da die »steigenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte« im gesamten Währungsgebiet unberücksichtigt geblieben seien. S&P hält die BRD-Handelsüberschüsse für eine Ursache der Krise. Zugleich warnt die Ratingagentur vor einer einseitigen Sparstrategie, die zu »fallender Binnennachfrage« und »erodierenden Steuereinnahmen« führe.

Die Empfehlungen der Ratingagentur - die zuvor Staaten wegen mangelnden »Sparwillens« herabgestuft hatte - stimmen mit der von Washington und London favorisierten Krisenpolitik überein. Die US-Regierung forderte bei mehreren Gelegenheiten weitere Konjunkturmaßnahmen, um drohende Wirtschaftseinbrüche zu verhindern. Zudem verlangte sie, die von Berlin bis jetzt verhinderte Einführung von Euro-Bonds und massive Aufkäufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB). S&P spricht ebenfalls von der Notwendigkeit einer »größeren Zusammenlegung fiskaler Ressourcen« zur Krisenbekämpfung. Anglo-amerikanische Leitmedien kommentierten die Bonitätsabwertung entsprechend. Diese sollte die Europäer daran erinnern, »daß ihre ökonomische Strategie, die auf Austerität (strenge Ausgabendisziplin) für alle basiert, einfach nicht funktioniert«, erklärte die New York Times in einem Leitartikel. Die BBC formulierte prägnant: »S&P stuft europäische Austerität herab.«

Noch vor wenigen Tagen schien eine Stabilisierung der Euro-Zone möglich. Die jüngsten Auktionen von Staatsanleihen in Spanien und Italien gelangen zu deutlich gesunkenen Zinsen für diese Kredite. Bekanntlich hatte die BRD-Regierung inflationstreibende Geldvermehrung über Staatsanleiheaufkäufen durch die EZB bis zur Durchsetzung seiner Forderungen auf dem letzten Euro-Gipfel blockiert. Danach wurde dann doch die Notenpresse angeworfen - über Umwege zwar, aber klar erkennbar. Methode: Die EZB gewährte den Banken unbegrenzten Kredit zu einem Zinssatz von einem Prozent. Die Geldhäuser kauften dafür Staatsanleihen der Schuldenländer auf - und entsorgten diese sogleich als »Sicherheit« erneut bei der EZB, kassierten die Zinsdifferenz als Profit, und die Kreditkosten für den Süden der Euro-Zone fielen. Zugleich wuchs die Geldmenge rasch an.

S&P bringt nun diese Stabilisierungsstrategie aus dem Rhythmus: Europa gehen die »Retter« aus, da der für Mitte 2012 geplante Hilfsfonds ESM seine Triple-A-Note kaum wird halten können. Das ganze könnte auch einen Keil zwischen Berlin und Paris treiben. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy befindet sich im Wahlkampf ohnehin wegen vermeintlicher Nachgiebigkeit gegenüber Berlin unter Druck. Der Verlust des Topratings verschärft diesen enorm. Das Handelsblatt deutete an, daß es nun »kompliziert« werde zwischen »Deutschland und Frankreich«. Und François Hollande, so heißt der Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten, will im Fall seines Wahlsieges den Vertrag über die Fiskalunion nicht ratifizieren.

Angesichts der wachsenden Unwägbarkeiten erwog am Sonntag mit Wolfgang Reitzle erstmals ein führender Kapitalvertreter den Ausstieg der BRD aus der Euro-Zone. Wenn es mißlinge, die Krisenstaaten zu »disziplinieren«, dürfte ein Ausstieg »nicht zum Tabu erklärt werden«, so der frühere BMW-Manager und jetzige Vorstandschef des DAX-Konzerns Linde gegenüber dem Spiegel. Derartige Forderungen waren bislang nur von Vertretern des »Mittelstandes« und der Fraktion der deutschen Politkaste aus dem publizistischen Umfeld der FAZ und des Springer-Verlags erhoben worden.

- Junge Welt, "Währung unter Beschuß", Tomasz Konicz, 17. Januar 2012.
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 16:54   # 16
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(23:28) alex2: man ist absolut machtlos gegen diese dummheit
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 18:10   # 17
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Zitat von access denied Beitrag anzeigen

Da hier wieder mal die Quellendiskussion ausbrucht (obwohl eine Firma wie Standart & Poor eigentlich nicht als radikal gelten sollte), hier noch ein paar andere.

Welt


Bürgerstimme



news.de
Ich möchte ja erst gar nicht ausschweifend werden. Aber das Angebot-Nachfrage-Prinzip ist doch für Preise (und somit auch Löhne) zuständig (Bsp.: Friseur, Taxifahrer).

Mal im Ernst: ich zahle für eine Taxifahrt über 20km rund 25€. Ich zahle für einen einfachsen Maschinenhaarschnitt 8€ und für einen normalen Herrenhaarschnitt mit Schere mindestens 15€. Und ich bin auch nicht bereit jeweils mehr zu zahlen.

Höhere Löhne in diesen Branchen führen logischerweise zu höheren Preisen, aber kaum ein Konsument wird in solchen Fällen eine Preiserhöhung einfach so hinnehmen wollen.

Klar, wenn mir mein Bafög verdoppelt wird bin ich auch bereit für den Frisör einmal in 1-2 Monaten 30€ zu blechen.

Worauf ich eigentlich hinauswill: Niedriglöhne sind doch nur branchenspezifisch. Es gibt durchaus auch Jobs, die eher überbezahlt sind (wenn man die zu verrichtene Arbeit betrachtet). Aber da die Jobs hier sind Deutschland auch alle so unterbezahlt sind, kommen die großen global agierenden Unternehmen auch alle nach Deutschland und bauen hier neue Betriebsstätten auf. Als Beispiel ist hier Nokia zu benennen, siehe 2009.


Gleich den Kapitalismus zu verwerfen.. jaja. siehe unten.


Hingegen sollte man schon einräumen, dass Deutschland aufgrund seiner wirtschaftlichen und politischen Bedeutung gewisse Einflüsse (im letztlichen Resultat auch negative) haben kann. Jedoch soweit zu gehen und zu sagen, dass Deutschland "die EU und die ganze Welt" in den Ruin treibt, sollte man nicht gehen.
Und wehe jetzt kommt jemand mit dem Argument, die Quellen seien doch von Wissenschaftlern und Okönomen oder sonstigen Spezialisten mit fundiertem Wissen, weshalb die Inhalte der Quellen doch ihre Richtigkeit haben. Es ist doch immer so: die einen Spezialisten sagen A, die anderen sagen B.

Am einfachsten wäre es doch innerhalb der EU gänzlich einheitliche Regelungen, Gesetze und Verhältnisse zu schaffen. Das wäre doch am fairsten. Aber diese Idee eines Ansatzes der "New World Order" ist ja auch verpöhnt.


[quote="Mr. Brown"]Sule dich mal in deinem Deutschlandhass, ich glaube du bist genau so blind (wenn nicht sogar mehr) als die Personen, welchen du hier die Bombardierung herbeiwünscht.]

Naja von manchen Leuten hier im Politikforum weiß man eh nicht genau, was man von ihnen halten soll. Ich würde ihnen vielleicht aber nicht nur Blindheit unterstellen, sondern zudem auch Verblendung, Paranoia, Fanatismus, ... immer diese Pseudo-Weltverbesserei und blablabla. Nichtmal amüsant ist das.
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AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 20:45   # 18
Ekarht7
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Zitat von Geda Beitrag anzeigen
Vorallem sagt der Artikel wir sollen den Export stoppen. Sure thing pal, ist ja nicht eine unserer wichtigsten Einkommensquellen.

Leider verhindert das deutsche deutschsein (nationalstolz) jede form einer diskussion.

Traurig aber wahr.
  Ekarht7 ist offline  

AW: Deutschland treibt die EU und die ganze Welt in den Ruin
Alt 21.01.2012, 21:15   # 19
honix4amiga
Da geht noch einer!
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Tz was ein Schwachsinn....
Den Handel, den die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern anfang des neuen Jahrtausends abgeschlossen haben (moderate Lohnerhöhungen um Arbeitsplätze zu sichern) war absolut richtig. Nicht wir haben die anderen in den Ruin getrieben, sondern als einzige ökonomisch sinnvoll gehandelt.
Wer behauptet, Deutschland hätte Griechenland in den Ruin getrieben, muss nur einmal einen Blick werfen auf die dortige Korruption und fatale Fehler in der Verwaltung (zB wurden ~45.000 Renten auch jahrzente nach dem Tod der Rentner noch weiter aufgezahlt an die Hinterbliebenen).

Deutschland ein Niedriglohnland? Was sind dann bitte Bangladesch und China, wo Arbeiter vlt en Euro pro Tag verdienen?

"Wir [die Iraner] lieben das deutsche Volk. Wir lieben auch die Bundesregierung. Wir lieben alle"
Mahmud Ahmadinedschad, iranischer Präsident.
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Alt 21.01.2012, 21:33   # 20
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Zitat von The-Juggernaut Beitrag anzeigen
Und Arbeitsmoral?
Naja, der Mensch funktioniert so nicht. Kannst ja mal gucken, ob der Typ lächelnd aus dem Bergwerk klettert und dem Typen, der lediglich die Schranke bedient an einer Straße, wo niemand wohnt, damit der Zug der hier 1x alle 6 Stunden vorbeikommt auch niemanden über den Haufen fährt, ein High-Five geben würde, während der eine einen Bierbauch bekommt und sich die Lunge des anderen mit Staub füllt.
Also erstens müsste Dir ja klar sein, dass Allgemeinwohl nicht unbedingt an vorderster Stelle meiner Interessen firmiert. Ich denke da pur aus Eigennutz. Zweitens ist Produktion ein Bedürfnis der Menschen, seit eh und jeh. Deswegen hab ich einen Gemüsegarten (5000m²), obwohl ich mir das Zeug auch im Laden kaufen kann. Weil ich produzieren will, was erschaffen. Und so gehts den meisten.
Das Bewusstsein, für eine bessere Welt, in der rein nach Bedürfnis produziert wird, dürfte Antrieb genug sein. Die wenigen, die sich dem entziehen würden, die kann man auch verschmerzen. Die technischen Mittel sind da, die Maschine entfaltet ihre Wirkung eh erst im Kommunismus vollständig, mehr als drei Stunden arbeiten am Tag müsste niemand. Ist machbar.
Wir könnten das ******* Paradies haben, wenn diese allgemeine Verblödung nicht existieren würde.

Fleiß, Verzicht, Disziplin, Genügsamkeit, unbezahlte Mehrarbeit, Feigheit vor dem Herrn haben das deutsche Proletariat befähigt, den Rest Europas an die Wand zu arbeiten und Deutschland auf den Weg zu einem Billiglohnland zu bringen.
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Alt 21.01.2012, 21:38   # 21
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Also erstens müsste Dir ja klar sein, dass Allgemeinwohl nicht unbedingt an vorderster Stelle meiner Interessen firmiert. Ich denke da pur aus Eigennutz. Zweitens ist Produktion ein Bedürfnis der Menschen, seit eh und jeh. Deswegen hab ich einen Gemüsegarten (5000m²), obwohl ich mir das Zeug auch im Laden kaufen kann. Weil ich produzieren will, was erschaffen. Und so gehts den meisten.
Das Bewusstsein, für eine bessere Welt, in der rein nach Bedürfnis produziert wird, dürfte Antrieb genug sein. Die wenigen, die sich dem entziehen würden, die kann man auch verschmerzen. Die technischen Mittel sind da, die Maschine entfaltet ihre Wirkung eh erst im Kommunismus vollständig, mehr als drei Stunden arbeiten am Tag müsste niemand. Ist machbar.
Wir könnten das ******* Paradies haben, wenn diese allgemeine Verblödung nicht existieren würde.
Was meinst du mit "nach Bedürfnis produzieren"?

Adler fliegen vielleicht hoch, aber Wiesel werden nicht in Düsentriebwerke eingesogen.
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Alt 21.01.2012, 21:53   # 22
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Mit nach Bedürfnissen meine ich, dass jeder Mensch das produziert, was er braucht, bzw. soviel arbeitet, um seine Bedürfnisse angemessen zu befriedigen. Momentan ist es ja so, dass jeder Arbeiter einen geringen Teil für seine Bedürfnisse arbeitet, der Rest ist Mehrarbeit für das Kapital (unbezahlte auch noch dazu, damit meine ich aber nicht Überstunden, sondern die Zeit, die alle arbeiten, obwohl sie ihre eigenen Bedürfnisse schon befriedigen könnten mit den Werten, welche sie in der Zeit geschaffen haben). Wir müssten alle ca. 3 Stunden arbeiten, mehr nicht. Wie komme ich auf die Zahl? Fünfzig Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen, dazu noch Verschleissteile in Maschinen und Elektroartikeln addiert plus die volle Entfaltung der Maschine, die im Kapitalismus nicht vonstatten gehen kann, da sie sich nicht rentiert.

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Alt 21.01.2012, 21:59   # 23
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Mit nach Bedürfnissen meine ich, dass jeder Mensch das produziert, was er braucht, bzw. soviel arbeitet, um seine Bedürfnisse angemessen zu befriedigen. Momentan ist es ja so, dass jeder Arbeiter einen geringen Teil für seine Bedürfnisse arbeitet, der Rest ist Mehrarbeit für das Kapital (unbezahlte auch noch dazu, damit meine ich aber nicht Überstunden, sondern die Zeit, die alle arbeiten, obwohl sie ihre eigenen Bedürfnisse schon befriedigen könnten mit den Werten, welche sie in der Zeit geschaffen haben). Wir müssten alle ca. 3 Stunden arbeiten, mehr nicht. Wie komme ich auf die Zahl? Fünfzig Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen, dazu noch Verschleissteile in Maschinen und Elektroartikeln addiert plus die volle Entfaltung der Maschine, die im Kapitalismus nicht vonstatten gehen kann, da sie sich nicht rentiert.
Mh was isn wenn ich ein Auto haben will oder ein Handy? Das kann ich mir schlecht selbst produzieren.
Wie produziere ich mir einen Urlaub in die Karibik?

Oder wie meinst du das?

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Alt 21.01.2012, 22:06   # 24
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Natürlich baut nicht jeder alle seine Sachen selbst.
Der tatsächliche Wert der Arbeit wird berechnet und dementsprechend kann jeder arbeiten, um das zu kriegen, was er braucht. Und irgendwann wird das System soweit sein, dass alle Zugriff auf alles haben.
Heute wird auch der tatsächliche Wert der Arbeit bezahlt, aber der größte Teil der Arbeitszeit einer 40-Stundenwoche überschreitet den Wert und ist daher unbezahlt. Irgendwann konnte man die Arbeitszeit nicht mehr ausdehnen und ersetzte das mit der Intensivierung der Arbeit.

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Alt 21.01.2012, 22:15   # 25
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Natürlich baut nicht jeder alle seine Sachen selbst.
Der tatsächliche Wert der Arbeit wird berechnet und dementsprechend kann jeder arbeiten, um das zu kriegen, was er braucht. Und irgendwann wird das System soweit sein, dass alle Zugriff auf alles haben.
Heute wird auch der tatsächliche Wert der Arbeit bezahlt, aber der größte Teil der Arbeitszeit einer 40-Stundenwoche überschreitet den Wert und ist daher unbezahlt. Irgendwann konnte man die Arbeitszeit nicht mehr ausdehnen und ersetzte das mit der Intensivierung der Arbeit.
Dann stellt sich die Frage wie das berechnet wird.
Und arbeitet man heute nicht auch, um das zu kriegen was man braucht?
Nur reicht das auch oft nicht, kommt natürlich auch auf die Arbeit und auf die Bedürfnisse an.

Verstehe ich richtig, dass du einfach nur höhere Löhne und günstigere Produkte haben willst?
Sodass man sich für 3 Stunden arbeiten am Tag, alles leisten kann was man will?

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